"Ein früher Wegweiser durch die Biografie des postmodernen Romanhelden. Ganz vorn ins Regal mit den Campus-Novels zu stellen. Neben Bradbury und Lodge Henrik Eberle."
Evelyn Finger, DIE ZEIT
"Umso erfreulicher ist es, dass der Münchner Liebeskind Verlag nun nach Barth’ Debüt „Die schwimmende Oper“ (1957) auch den zweiten Roman „The End of the Road“ (1958) bringt, unter dem Titel „Tage ohne Wetter“, in einer neuen, sehr gelungenen Übersetzung von Matthias Müller. ... Der humorvolle Scharfsinn und die muntere Ironie erinnert an die Prosa von Samuel Becketts Erstling „Murphy.“
Süddeutsche Zeitung
"Gleich Barths Débutroman «The Floating Opera» (1956), der 2001 erstmals auf Deutsch als «Die schwimmende Oper» erschien und positiv aufgenommen wurde, gefällt «Tage ohne Wetter» durch viele Momente, die zum Schmunzeln anregen oder persönliche Erkenntnisse vermitteln. Wenn Jake beispielsweise überlegt, inwiefern Frauen die Beine anders übereinander schlagen als Männer, glaubt man die Spässe eines stand-up comedian zu lesen. Ernstere Gedanken, sämtlich in längere Verstehensprozesse eingebettet, bilden dazu ein passendes Gegengewicht. ... Matthias Müller hat die 1968 spektakulär verfilmte Story einfühlsam übersetzt."
Thomas Leuchtenmüller, Neue Zürcher Zeitung
"Den vorliegenden Roman schrieb John Barth 1958, man glaubt es kaum, mit 28 Jahren, und nicht ein Körnchen Staub hat er angesetzt. Das Buch ist eine Parabel auf menschliche Abgründe und Widersprüchlichkeiten und bietet eine ganze Palette ewig moralisch vertrackter Themen (Sex und außerehelicher Beischlaf in Verbindung mit Verrat und Schuld), und das alles wird hier ganz offen durchbuchstabiert. Man wundert sich fast, dass dieses Buch nie auf irgendeinem kirchlichen Index gelandet ist, so viele Tabubrechungen werden hier in kürzester Zeit begangen. Barth gelingt es, einen eigenwillig spannungsgeladenen und unbequemen Roman vorzulegen, seine schrägen Charaktere sind vollkommen unkalkulierbar. Das Ganze könnte eine tragikomische Mischung aus Updike, Dostojewski und Max Frisch sein. Wer Walker Percys „Idiot des Südens“ kennt, weiß, was ich meine... Barth hat tatsächlich den existentialistischen Roman par excellence vorgelegt. Er sollte fortan kein Geheimtipp mehr sein."
Thomas Laux, Biograph
"Barths Erzählkunst kann sich durchaus mit anderen amerikanischen Literaturheroen messen: scharf umrissene Charaktere, treffende Dialoge, spannende Figurenkonstellationen.... Barth bietet in "Tage ohne Wetter" wenig Handlung, das Entscheidende spielt sich in den Dialogen und Gedanken ab, und die weiß Barth trotz des manchmal ideenlastigen Inhalts spannend und packend darzustellen. Wie in einer Versuchsanordnung lässt er Menschen mit konträren Denk- und Lebensweisheiten aufeinandertreffen und beobachtet, was passiert. Beide gezeigten Möglichkeiten stellen sich als nicht tauglich heraus. Was bleibt? Nichts, keine Alternative, kein Trost, keine Hoffnung. Es war nur ein Versuch."
NDR Radio 3 / Neue Bücher
"Der kleine feine Münchner Verlag Liebeskind erinnert nun an Barth als Schriftsteller. Umso mehr ist die Neuauflage zu loben, da sie in einer neuen Übersetzung von Matthias Müller vorliegt."
Stuttgarter Nachrichten
...Vielleicht aber ist der 30-jährige Protagonist aus John Barths Roman ja auch wahnsinning. Wer will das wissen. Klar ist, dass der Held dieses frühen postmodernen Ideenromans aus dem Jahr 1958 eine Zeitbombe ist, genauso wie der in seiner Kälte, seiner absoluten Logik erschütternde Roman jeden Moment zu explodieren droht. ... So muss die Hölle aussehen. Sartre lässt grüßen.“
Heilbronner Stimme
"Die beiden Romane (Die schwimmende Oper und Tage ohne Wetter) bescheren ein glückliches Wiedersehen mit John Barth, der zwischen Schreiben und Geschichte sein Thema entwickelt: den Abschiedscharakter allen Erzählens."
Sybille Cramer, Basler Zeitung
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