Ein außergewöhnliches Buch über das Erwachsenwerden, über
Sexualität und moralische Heuchelei, über die siebziger Jahre
und das Ende der Unschuld: Michael Turners Roman »Das Gedicht des
Pornographen« besticht durch seine Vielseitigkeit, durch seine radikale
Offenheit und seine einfühlsamen Porträts.
Kanada, Anfang der achtziger Jahre: Ein ehemaliger Pornoregisseur erzählt
von seiner Jugend in Vancouver. Schon als Teenager war er ein Außenseiter,
dem die verlogenen Moralvorstellungen der Erwachsenen genauso zuwider
waren wie die oberflächlichen Interessen seiner Schulkameraden.
In der High School lernt er früh den Umgang mit der Super-8-Kamera.
Als er eines Tages heimlich die extravaganten Liebesspiele seiner Nachbarn
filmt und den Kurzfilm in Umlauf bringt, wird er schlagartig in den
avantgardistischen Kunstkreisen der Stadt bekannt und beschließt,
ins Pornogeschäft einzusteigen ...
Spielerisch leicht und doch eigenwillig erzählt Michael Turner
die Geschichte eines jungen Mannes, der erwachsen wurde, als er noch
ein Kind war, und einer Epoche, die zu Ende ging, bevor sie richtig
begann. Das »Gedicht des Pornographen« ist ein hochspannender,
tiefgründiger und provozierender Roman, der tradierte Werte und
Ideen kritisch beleuchtet und auf ebenso humorvolle wie eindringliche
Weise ein Sittengemälde der siebziger Jahre zeichnet. |