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In einem Land irgendwo in Europa: Als ein Bürgerkrieg ausbricht, wird
der Literaturstudent Z. zur Miliz eingezogen. Seine Einheit erhält den
Befehl, in einem Teil des Landes Säuberungsaktionen unter Zivilisten durchzuführen.
Von den Befehlshabern der Miliz werden er und seine Kameraden derart manipuliert,
daß sie ihre grauenhafte Mission gewissenhaft ausführen. Nach und nach
wird für die jungen Männer der Tod zur Routine, und ihre zunehmende seelische
Verrohung droht, die Einheit von innen her zu zersetzen. Auch Z. löst
sich von all seinen Wertvorstellungen, um als Akteur des Todes bestehen
zu können. Eines Tages jedoch begegnet er unter den Opfern einem jungen
Mann, mit dem er als Kind befreundet war ...
In seinem preisgekrönten Roman schildert Jens-Martin Eriksen, wie die abstrakte und euphemistische Sprache eines autoritären Systems die unmenschlichsten Handlungen hervorruft und rechtfertigt. Er stellt die Schwäche der Menschen dar, die sich bereitwillig instrumentalisieren lassen, wenn man ihnen ihre Individualität genommen hat. Und er beschreibt die Gewaltspirale, die entstehen kann, wenn die Täter gleichzeitig Opfer sind. Winter im Morgengrauen zeigt auf eindringliche und beklemmende Weise das menschliche Gesicht des Bösen. |
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