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Marcel Prousts monumentaler Roman Auf der Suche nach der verlorenen Zeit gehört ohne Zweifel zu den großen literarischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts. Fast fünfzig Jahre nach der ersten deutschen Gesamtausgabe liegt nun erstmals eine Neuübersetzung von Combray vor, der Ouvertüre zur proustschen Recherche. Der schwerkranke Erzähler, der sich in seinen schlaflosen Nächten an seine Kindheit erinnert, der Geschmack der in Tee getauchten Madeleine, der Duft der Weißdornhecken, die Kirchtürme von Martinville ... all diese Szenen aus Combray sind unwiderruflich in die Geschichte der Weltliteratur eingegangen.
Michael Kleebergs Neuübersetzung gibt die stilistischen Besonderheiten des Werkes genauer wieder als bisher. Prousts Sprache ist manchmal sperrig, manchmal von surrealistischer Kühnheit in ihren assoziativen Metaphernsprüngen. Immer muß man ihr bis in die feinsten Verästelungen folgen, um sie getreu wiederzugeben. Daß dabei die deutsche Sprache bis an ihre Grenzen getrieben wird, so wie Proust es mit der französischen tat, ist die große Leistung Michael Kleebergs. Seine Übersetzung von Combray ist ein bestechendes Sprachkunstwerk, das dem deutschsprachigen Lesepublikum Marcel Proust neu eröffnet. |
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