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Ein junges Mädchen aus der Provinz findet Arbeit im Labor von Herrn
Deshimaru. Dieser hat sich darauf spezialisiert, von den guten und schlechten
Erinnerungen seiner Kunden ein Präparat herzustellen: die Knochen
eines Vogels, eine kaum sichtbare Narbe auf der Wange eines Mädchens,
winzige Pilze, die in der Ruine eines abgebrannten Hauses gefunden wurden,
die Töne einer Partitur ... Das Labor ist in einem ehemaligen Mädchenwohnheim
untergebracht, bis auf Herrn Deshimaru halten sich nur noch zwei ältere
Damen in dem verlassenen Gebäude auf. Von diesen erfährt das
Mädchen, daß alle bisherigen Assistentinnen von Herrn Deshimaru
nach und nach spurlos verschwunden sind.
Yôko Ogawa gilt als eine der wichtigsten Vertreterinnen der zeitgenössischen
japanischen Literatur. Sie wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet,
u.a. mit dem Kaien-Preis und dem renommierten Akutagawa-Preis. |
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