»Es ist das Beiläufige, Unaufgeregte, Unprätentiöse, das die Romane von Yoko Ogawa so grossartig macht.«DEUTSCHLANDRADIO
Der Herr der kleinen Vögel

Yoko Ogawa

Der Herr der kleinen Vögel

Roman

Aus dem Japanischen von
Sabine Mangold
272 Seiten, € 18,90
Gebunden mit Schutzumschlag

Erscheinungstermin

24. August 2015

ISBN

978-3-95438-050-3

Auch als eBook erhältlich

Erinnerung und Vergessen, die Unausweichlichkeit des Schicksals und der Rückzug in die Stille. Mit ihrem schwebenden, unverwechselbaren Erzählstil knüpft Yoko Ogawa an die großen Themen ihrer früheren Romane an und schickt den Leser auf eine wundersame Reise durch eine Welt voller Geheimnisse und Magie.
Auf dem Gelände eines ehemaligen Waisenhauses steht eine Voliere, in der ganz unterschiedliche Vogelarten gehalten werden: Kanarienvögel, Haussperlinge und Prachtfinken, aber auch Papageien. Jeden Tag besucht ein Mann die Voliere, um im Schatten eines Ginkgos dem Gesang der Vögel zu lauschen und mit ihnen zu sprechen. Eines Nachmittags jedoch bricht er neben dem Käfig zusammen und stirbt kurze Zeit später. Die Vögel sind über den Verlust ihres treuen Freundes so bestürzt, dass seinem jüngeren Bruder die Obhut der Voliere anvertraut wird, um sie zu beruhigen. Von den Kindern in der Stadt wird der jüngere Bruder fortan der »Herr der kleinen Vögel« genannt – so aufopferungsvoll kümmert er sich um die Tiere. Er lebt einsam und zurückgezogen, nur zwei Menschen gelingt es, sein Vertrauen zu gewinnen. Einer jungen Bibliothekarin, die er kennenlernt, als er in der Stadtbücherei Fachbücher über Vogelkäfige konsultiert. Und einem alten Mann, der stets eine kleine Holzschachtel mit einer Grille bei sich trägt, um sich an ihrem Gesang zu erfreuen ... Als eines Tages ein kleines Mädchen vermisst gemeldet wird, gerät die ansonsten so friedliche Stadt in helle Aufregung. Und der Herr der kleinen Vögel wird von zwei Polizisten über seinen merkwürdigen Bekannten mit der Grille befragt, der ebenfalls spurlos verschwunden ist.

Pressestimmen

KURIER

"Die wunderbare Japanerin meditiert mit zwei Brüdern, die zwitschern und zuhören können."
Peter Pisa

VOGUE

"Phantastisch, poetisch, skurril: Die Romane von Yoko Ogawa haben auch bei uns viele Fans."
Bernd Skupin

FAZ

"Kunstvoll uns zugleich unaufdringlich beschreibt die Autorin ihre Figuren."
Anja Hirsch