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»Hari Kunzru ist ein begnadeter Geschichtenerzähler.«
– The New York Times

Blue Ruin

Roman

Aus dem Englischen von
Nicolai von Schweder-Schreiner
344 Seiten
€ 24,00
Gebunden, mit Schutzumschlag
Erscheinungstermin: 14. Mai 2024
ISBN 978-3-95438-173-9

Ein Künstler, der sich weigert, Kunstwerke zu schaffen. Ein Galerist, der kruden Verschwörungstheorien nachhängt und zum Prepper mutiert. Und ein Maler, der sein eigenes Gemälde kidnappt, um es zu erschießen. Mit »Blue Ruin« schafft Hari Kunzru ein groteskes Porträt der Kunstwelt und zugleich ein hochaktuelles Gesellschaftspanorama, das unter die Haut geht.

Im London der Neunzigerjahre war Jay einer der vielversprechendsten jungen Künstler. Heute hat er keinen festen Wohnsitz, er schläft in seinem Auto und liefert Lebensmittel in Upstate New York aus. Die Pandemie ist in ihrer Hochphase, jeder ist verunsichert und hat Angst. Jay muss eine Lieferung zu einem riesigen, mit einem ausgeklügelten Alarmsystem gesicherten Anwesen bringen, das mitten im Wald liegt. Als man ihm die Tür öffnet, sieht er sich der einen Person gegenüber, mit der er am wenigsten gerechnet hätte … Vor über zwanzig Jahren hatten Jay und Alice eine stürmische, selbstzerstörerische Beziehung, bis Alicia mit seinem besten Freund Rob durchbrannte, der später in New York zum gefeierten Kunststar aufsteigt. Trotz Schutzmaske und seines desolaten Zustands erkennt Alice Jay sofort und lädt ihn ein, eine Zeit lang auf dem Anwesen Zuflucht zu suchen, zusammen mit Rob und einem befreundeten Paar. Eine schmerzhafte Vergangenheitsbewältigung wird in Gang gesetzt, bei der langsam, aber sicher alles aus dem Ruder läuft ...

Pressestimmen

RADIO3

"Hari Kunzru hält der Kunstszene den Spiegel vor. Ein fesselndes Buch über das Künstlerdasein, aber auch über die verlogene Sensationslust des Betriebes und was es bedeutet, sein Leben der Kunst zu widmen, sich auch auszubeuten oder völlig in ihr zu verschwinden."
– Corinne Orlowski

DER SPIEGEL

"Hari Kunzru erzählt in 'Blue Ruin' furios über den Kunstboom im London der Neunzigerjahre und über den großen, langen Ausverkauf danach."
– Christian Buß

DEUTSCHLANDFUNK KULTUR

"Ein durchaus unterhaltsamer und oft scharfsichtiger Roman."
– Irene Binal

SWR KULTUR LESENSWERT MAGAZIN

"'Blue Ruin', blue wie der Gin und ruinös wie die Gesellschaft, ist keine Apokalypse wie 'Red Pill', eher ein Beziehungsdrama von psychologischer Tiefe und grotesker Komik, mit versöhnlichem Ende; das szenisch erzählte, ungemein facettenreiche und fesselnde Psychogramm eines Mannes und einer gefährdeten Demokratie wie den USA, die der Roman schemenhaft spiegelt."
– Cornelia Zetzsche

BUCHKULTUR

"Ein abgefeimt intelligentes, grausam unterhaltsames Kabinettstück über Kunst, Kunstmarkt, Scheitern, Verstummen, Kreativität, Emotionen und all die trüben Betrübnisse namens Leben."
– Alexander Kluy